Nobelpreise

Deutsche die einen Nobelpreis erhalten haben:

Gustav Stresemann, 1926 Friedensnobelpreis    → Link ←
Ludwig Quidde, 1927 Friedensnobelpreis    → Link ←
Carl von Ossietzky, 1935 Friedensnobelpreis    → Link ←
Albert Schweitzer, 1952 Friedensnobelpreis    → Link ←
Willy Brandt, 1971 Friedensnobelpreis    → Link ←
Henry Kissinger, 1973 Friedensnobelpreis    → Link ←
Theodor Mommsen, 1902 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Rudolf Eucken, 1908 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Paul Heyse, 1910 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Gerhart Hauptmann, 1912 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Thomas Mann, 1929 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Hermann Hesse, 1946 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Nelly Sachs, 1966 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Heinrich Böll, 1972 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Günter Grass, 1999 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Herta Müller, 2009 Nobelpreis für Literatur    → Link ←
Emil Fischer, 1902 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Adolf von Baeyer, 1905 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Eduard Buchner, 1907 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Wilhelm Ostwald, 1909 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Otto Wallach, 1910 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Richard Willstätter, 1915 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Fritz Haber, 1918 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Walther Nernst, 1920 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Richard Zsigmondy, 1925 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Heinrich Wieland, 1927 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Adolf Windaus, 1928 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Hans Fischer, 1930 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Friedrich Bergius, 1931 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Carl Bosch, 1931 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Richard Kuhn, 1938 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Adolf Butenandt, 1939 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Otto Hahn, 1944 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Otto Diels, 1950 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Kurt Alder, 1950 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Hermann Staudinger, 1953 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Karl Ziegler, 1963 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Manfred Eigen, 1967 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Gerhard Herzberg, 1971 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Ernst Otto Fischer, 1973 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Georg Wittig, 1979 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Johann Deisenhofer, 1988 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Robert Huber, 1988 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Hartmut Michel, 1988 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Gerhard Ertl, 2007 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Stefan Hell, 2014 Nobelpreis für Chemie    → Link ←
Albert Einstein, 1921 Nobelpreis für Physik    → Link ←
James Franck, 1925 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Gustav Hertz, 1925 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Werner Heisenberg, 1932 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Max Born, 1954 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Walther Bothe, 1954 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Rudolf Mößbauer, 1961 Nobelpreis für Physik    → Link ←
J. Hans D. Jensen, 1963 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Maria Goeppert-Mayer, 1963 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Klaus von Klitzing, 1985 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Gerd Binnig, 1986 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Ernst Ruska, 1986 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Johannes Georg Bednorz, 1987 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Jack Steinberger, 1987 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Wolfgang Paul, 1989 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Hans Georg Dehmelt, 1989 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Horst Ludwig Störmer, 1998 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Herbert Kroemer, 2000 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Wolfgang Ketterle, 2001 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Theodor W. Hänsch, 2005 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Peter Grünberg, 2007 Nobelpreis für Physik    → Link ←
Emil von Behring, 1901 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Robert Koch, 1905 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Paul Ehrlich, 1908 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Albrecht Kossel, 1910 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Otto F. Meyerhof, 1922 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Otto Warburg, 1931 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Hans Spemann, 1935 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Otto Loewi, 1936 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Gerhard Domagk, 1939 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Ernst Boris Chain, 1945 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Hans Adolf Krebs, 1953 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Werner Forßmann, 1956 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Feodor Lynen, 1964 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Konrad Bloch, 1964 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Max Delbrück, 1969 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Bernard Katz, 1970 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Karl von Frisch, 1973 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Georges J. F. Köhler, 1984 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Erwin Neher, 1991 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Bert Sakmann, 1991 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Christiane Nüsslein-Volhard, 1995 Nobelpreis für Physiologie- Medizin    → Link ←
Günter Blobel, 1999 Nobelpreis für Physiologie - Medizin    → Link ←
Harald zur Hausen, 2008 Nobelpreis für Physiologie- Medizin    → Link ←
Thomas Südhof, 2013 Nobelpreis für Physiologie- Medizin    → Link ←
Reinhard Selten, 1994 Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften    → Link ←


Alfred Nobel (1833 - 1896), Stifter des Nobelpreises
Deutsches Kaiserreich
Bild Gemein-/Lizenzfrei, Alfred Nobel, wikipedia


Der Friedensnobelpreises begründet sich auf dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel (21.10.1833 - † 10.12.1896). Ein Mann an dessen Händen viel Blut klebte. Er hatte das Dynamit erfunden. Nobels Vater war bereits als Rüstungsunternehmer zu Wohlstand gekommen, insbesondere mit den von ihm produzierten Seeminen, die an Rußland für den Krimkrieg (1853 bis 1856) verkauft wurden. Sein Sohn führte das Erbe seines Vaters fort und wurde damit der reichste schwedische Bürger und einer der reichsten Männer weltweit. In Krieg zu investieren und Waffen zu produzieren ist zwar ein moralisch schmutziges Geschäft, aber ein sehr lukratives. Da war sich auch Alfred Nobel nicht zu schade für. Leider gilt das mit dem Geschäft heute noch, denn es gibt auf Erden so viel Krieg, wie schon lange nicht mehr. Darum braucht man auch weiterhin Friedensnobelpreisträger als Hoffnungslieferanten für bessere Zeiten.

Alfred Nobel ist jedenfalls nicht der Wohltäter, für den ihn viele halten, nur weil er aus seinem Erbe posthum den Nobelpreis gestiftet hatte. Er war Rüstungsfabrikant. Und er besaß über 90 Dynamit-Fabriken weltweit. Auch wenn sein Dynamit der Industrialisierung zum Fortschritt verhalf, sein Sprengstoff aber tötete viele Menschen, auch auf so manchen Kriegsfeldern. 1894 hatte er zudem die schwedischen Bofors-Rüstungsbetriebe gekauft, wo er besonders effektive Waffen herstellen wollte.

Nobel ließ insgesamt 355 Erfindungen in diesem Kriegsbusiness patentieren. 1875 erfand er die Sprenggelatine und brachte 1887 Ballistit auf den Markt. Ballistit revolutionierte das Artilleriewesen und steigerte sein Vermögen sowie auch die Zahl (durch seine Produkte) Getöteter.

Wer will von so einem Mann einen von ihm gestifteten Friedenspreis entgegen nehmen? Und welchen Wert kann er durch diesen Stifter haben, der selbst kein Mann des Friedens war, sondern einer des Krieges und des Todes?

Der Nobelpreis war für Alfred Nobel ein Ablasshandel, der sein Gewissen beruhigen sollte, weil er nach seinem Tode nicht als ein habgieriger - über Leichen gehender - Mensch in Erinnerung bleiben wollte, dessen Leben lang eine Blutspur folgte. Vielleicht hatte er auch nur Angst, nach seinem Tod nicht in den Himmel kommen zu können, sondern in der Hölle schmoren zu müssen. Oder sollte es die Liaison (wenn vielleicht auch nur platonischer Art) mit der Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau (09.06.1843 - 21.06.1914), bekannt als "Bertha von Suttner") gewesen sein, mit ihrer Friedensarbeit und ihrem literarischen Werk: "Die Waffen nieder!", welche Nobel zu der Idee des Nobelpreises brachte? Jedenfalls wurde auch sie als Friedensnobelpreisträgerin bedacht (1905). Wer also will von so einem Mann einen von ihm gestifteten Friedenspreis entgegen nehmen?

Es sind viele. Und das Nobel Blut an den Händen hatte, stört offensichtlich auch nicht viele. So mancher Preisträger, wie der gebürtige ägypter Jassir Arafat (04.08.1929 - 11.11.2004), ein Terrorist und Guerillakämpfer, hatte es nämlich selbst und freute sich daher, nun ein Friedenspreisträger zu sein. Da verwundert es nicht, das selbst Adolf Hitler (1939) zum Friedensnobelpreis nominiert war sowie auch schon Stalin und Mussolini zuvor, welche den Nobelpreis aber dann letztendlich doch nicht erhielten. Andere dagegen schon. Fritz Haber, der auch als "Vater des Gaskriegs" bekannt ist und welcher deutsche Truppen im 1. Weltkrieg (1914 - 1918) befehligte, die erstmals Giftgas als Massenvernichtungswaffe einsetzten, erhielt dagegen 1918 den Nobelpreis für Chemie. Habers Forschungen ermöglichten den Einsatz der Giftgase Chlor und Phosgen als Kriegswaffen im Ersten Weltkrieg. So dicht liegen Krieg und Frieden bei Nobel beieinander. Oder sind die Nobelpreise nur glorifizierende Auszeichnungen, um Forscher und deren Forschungen zu ehren und zu fördern, die mitunter auch militärisch genutzt werden können?

Sinnigerweise wurde Henry Dunant (08.05.1828 - 30.10.1910) 1. Friedensnobelpreisträger. Er rettete und pflegte die Verwundeten des Krieges nach der Schlacht von Solferino (1859), wo er zufällig anwesend war, weil er den Französischen Kaiser Napoleon III. treffen wollte, und wurde daraufhin, angesichts des Leidens der Kriegsverwundeten, Begründer des Internationalen Roten Kreuzes. - So nah liegt Krieg und Friedensnobelpreis beieinander. Eine entscheidende Frage ist, darf jemand, der Blut an den Händen hat, direkt oder indirekter Art, den Friedensnobelpreis erhalten? Dürfen Generäle, wie beispielsweise der US-amerikanischer General George C. Marshall (31.12.1880 - 16.10.1959), oder ein Staatspräsident wie beispielsweise Anwar as-Sadat (25.12.1918 - 06.10.1981) oder Barack Obama (geb. 4. August 1961), welche ein Militär befehligten und damit direkt oder indirekt am Töten von Menschen beteiligt gewesen sind, den Friedensnobelpreis erhalten? Dies sind beim Nobel-Komitee offensichtlich keine Ausschließungsgründe, denn zuvor genannte haben alle den Friedensnobelpreis erhalten. Denn es geht nicht darum die reinen Männer des Friedens zu ehren, sondern mit diesem Preis Politik zu machen bzw. in der internationalen Politik mitzumischen. So ist auch zu verstehen, warum der indische Friedensaktivist Mahatma Gandhi (02.10.1869 - 30.01.1948), der ihn nun wirklich verdient gehabt hätte, ihn nie bekommen hat.

Was kann also da der Friedensnobelpreis noch wert sein, als Ehrung für Friedensarbeit?

Wert besitzt der Preis schon, ist er doch mit einem Preisgeld und viel Aufmerksamkeit verknüpft, sowie auch Ruhm und Ehre. Aber sein moralischer Wert ist stark gesunken.

Was wir brauchen ist ein vom Nobel-Komitee unabhängigen Weltfriedenspreis. Einer der es würdig ist getragen zu werden, durch würdige Preisträger. Dessen moralischer Wert das höchste ist und der dem Träger nicht Ruhm und Ehre verspricht, sondern wo der Träger dem Weltfriedenspreis Ruhm und Ehre erweist. Da sollte dann auch der finanzielle Wert weit zurücktreten. Nobel bestimmte, daß es Preisträger auf fünf Gebieten geben soll: Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und Frieden. Die Auszeichnung wird seit 1901 Jahr für Jahr am 10. Dezember - dem Todestag Alfred Nobels, in Oslo verliehen. Zu den diesjährig nominierten (2016) gehören unter anderem: Trump und Merkel. Was zeigt, das auch schon die bisherige Nominierung von Kandidaten wenig gutes erwarten läßt. Man darf gespannt sein, wer als nächstes hier Ruhm, Ehre und Preisgeld einheimst. Ist es wieder ein zweifelhafter Politiker oder eine fragwürdige Politikerin?

Das Nobel-Komitee, welches sich grundsätzlich nicht zu den Gründen der Nominierung äußert (um peinliche Diskussionen zu vermeiden), muß langsam aufpassen, wen es zum Friedensnobelpreisträger (oder -trägerin) kürt, damit der Wert des Friedensnobelpreises nicht noch weiter sinkt. Und zwar ins Bodenlose. Dann hat dieser, von der eigentlichen Idee her sehr ethischer und sinnvoller Preis, ausgedient und wird für die Geehrten unannehmbar.


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