Unrechtsstaat

Warum die DDR zu einem Unrechtsstaat wurde und ihr die heutige BRD darin folgt (... und was das mit Europa zu tun hat)

Der Kapitalismus beruht nicht primär auf dem Kapital, sondern auf den Charakteren der Menschen.
          Wobei die Basis des Kapitalismus dabei weniger die Güte und Freundlichkeit der Menschen ist (und anderer ihrer positiven Eigenschaften), sondern eher deren gleichsam innewohnende Verdorbenheit (das moralisch und ethisch Verwerfliche). Die Verdorbenheit entwickelt sich zu dessen größten Antrieb.
          Der Sozialismus/Kommunismus dagegen beruht auf humane Vorstellungen und Ideologien. Nur die praktische Ausführung gestaltet sich zwangsläufig inhuman, da sie die vielfältigen Charakteren der Menschen ignorieren (die guten wie die schlechten Eigenschaften), ja geradezu mißachten, und damit nicht nur sie nicht nutzen können, sondern sie sogar verhindern und ausmerzen wollen.
          Es ist ein Fehler, Ideologien über die Natur des Menschen stellen zu wollen!
          Genauso ist es ein Fehler, den Trieben der Menschen freien Lauf zu lassen und den Gierigen immer mehr Macht und Geld zukommen zu lassen (weil sie darin nicht aufgehalten werden), was zu großen Ungleichheiten und Zerwürfnissen im Staate führt, bis das System kentert.
          Beide Systeme sind unfähig auf Dauer zu überleben.
          In einer fein tarierten Synthese, können diese Systeme den Menschen aber ein hohes Maß an Lebenskomfort bieten. Die sozial-kapitalistische Marktwirtschaft der Nachkriegszeit in Westdeutschland, verhalf den Menschen in der BRD zu einem bescheidenen Wohlstand, obwohl das Großkapital das weitaus größere Stück Kuchen vom Bruttosozialprodukt erhielt. Auch deshalb, weil die Großkapitalisten die sozialen Möglichkeiten gering hielten.
          Im Gegensatz zu den Anfängen in der DDR. Dort hieß es: „Alles für das Volk! “. Zumindest verbal, aber leider oft nicht im praktischen Sinne.
          Alle Menschen seien gleich (nur die SED-Parteimitglieder waren noch gleicher, was heißen soll: "bevorzugter"). Dies ist aber ein ideologischer und weltfremder Anspruch. Sie sind es nicht. Der Mensch ist kein seelenloser gleichgeschalteter Roboter. Das einzig gleiche, was allen Menschen anhaftet, ist, sie kommen nackt aus dem Mutterleib zur Welt. Und damit hört die Gleichheit auch schon wieder auf. Was aber nicht bedeuten soll, das der eine Mensch mehr oder weniger Wert ist, als der andere. Jedenfalls nicht von Natur aus. Denn die gibt ja keine Werte vor. Werte werden von Menschen gemacht. Mädchen sind zum Beispiel in manchen Kulturen weniger wert als Knaben und werden entsprechend behandelt (mitunter auch mißhandelt). Es ehrt daher all diejenigen in ihrer humanen Auffassungsgabe, die alle (und alles) als gleich (wert) ansehen. Der Realität entspricht dies aber nicht. Es ist nur eine schöne humane Lebensansicht.
          Die DDR basierte eben genau auf dieser schönen idealistischen Weltanschauung, nämlich das alle Menschen gleich seien, bzw. das alle Menschen gleich werden sollen (und das es dann allen Menschen im Staate gut ginge), weil zu Beginn des Staates DDR noch nicht alle gleich waren (und auch nie wurden) und ihr der Staat dabei helfen würde gleich zu werden. Was nicht positiv gemeint ist. Ein stalinistisches Gleichmachungsprogramm wurde dem DDR-Volk auferlegt. Und es wurde mit Gewalt überzogen, damit dieses Volk zu dem wird, wie es sich die DDR-Bonzen wünschten. Die Menschen wurden geknechtet und geknebelt, in Ketten gelegt und drangsaliert. Ihre Geheimnisse wurden ausspioniert und wenn die Menschen anders waren und dachten, als die Parteiführung es wollte, wurden sie in Gefängniszellen eingesperrt. Die Menschen in der DDR wurden ihrer Freiheiten beraubt, wie Redefreiheit, Reisefreiheit, Pressefreiheit und viele anderer Freiheiten mehr.
          Dagegen schien der westliche Kapitalismus wie ein leuchtendes Beispiel eines Paradieses zu sein. Die Meinungsfreiheit war gewährleistet, ebenso die Möglichkeit zu reisen wohin man will (selbst in ferne Länder), sich selbständig machen zu können und dadurch sein "eigener Herr " zu werden (indem man den Kunden dient und damit viele neuen Herren hat). Ja auch Bananen kaufen zu können, denn die Marktwirtschaft florierte und den fleißigen Westdeutschen wurde alles aus aller Welt geliefert.
          Nicht das die Ostdeutschen weniger fleißig gewesen wären, aber sie wurden in ihren Vierjahresplänen geradezu ausgebremst. Kein Wunder das die fleißigen Ostdeutschen so gerne in den Westen wollten. Das hätten sie auch getan, wenn man dies nicht verhindert hätte - und zwar mit dem Bau der Mauer. Doch das Bild des (Westdeutschen-)Paradieses ist ein trügerisches Bild, welches der Kapitalismus ausstrahlt.

Der Kapitalismus ist wie eine von Falschheit geprägte Schlange, welche die Menschen verführen will. Er spricht die verschiedenen Charakteren des Menschen an, wie die Gier nach Macht und Reichtum, die Triebhaftigkeit des Eros und vieles andere mehr, um sie in ihren Bann zu ziehen.

          Eine Ideologie, wie die des Sozialismus der DDR, hatte hier keine Chance im offenen Wettstreit mit dem Kapitalismus zu überleben, daher war die Grenzziehung (und damit die Inhaftierung aller DDR-Bürger) ein Akt des Selbsterhaltungstriebes des sozialistischen Staates. Der Unrechtsstaat wurde damit aber nicht erst geschaffen, der Mauerbau war nur ein weiterer Höhepunkt. Der Unrechtsstaat begann damit, alle Menschen, entgegen ihrer Natur, gleich machen zu wollen. Der Mauerbau konnte den sofortigen Zusammenbruch des DDR-Staates zwar verzögern und verlängern, aber abwenden konnte er ihn letztendlich nicht.

          Der Mensch ist primär ein praktischer Mensch, ein von Charakteren geprägter Mensch, und erst sekundär berühren ihn Ideologien. Drum streben sie eher zum Kapitalismus, als zu ideologischen Systemen. Dies scheinen bis heute noch immer nicht alle Politiker (und auch andere) verstanden zu haben.

          Nach dem voraussehbaren Zusammenbruch der DDR (und anderer kommunistischer und sozialistischer Systeme), wurde auf schnellem Papier die Einheit Deutschlands zusammengeflochten (denn die Zeit drängte) und so verkauft, als hätte Westdeutschland Ostdeutschland übernommen. Aber war dies wirklich so?
          Mit der ostdeutschen Angela Merkel als Bundeskanzlerin (früher Funktionärin für Agitation und Propaganda in der sozialistischen Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend (FDJ) der DDR. Und auch vielleicht Stasi-Agentin IM Erika?) und dem ostdeutschen Joachim Gauck als Bundespräsident (ehemals evangelisch-lutherischer Pastor und Abgeordneter der Volkskammer der DDR), nähern sich Zweifel wer wen übernommen hat.
          Und wieder geht das Volk im Osten auf Montagsdemos gegen die Regierung. Einer Regierung, welche wiederum Gleichschaltungsideologien anhängt, die sie zu einer neuen Weltordnung machen wollen. Und hier beginnt die BRD ebenso zu einem Unrechtsstaat zu werden, wie es die DDR war!
          Jetzt sollen nicht nur alle Deutschen gleich sein, nein, nun sollen alle Menschen aller Nationen, Staaten und Völker gleich sein, bzw. werden. Und die Deutschen sollen nicht nur gleich sein mit ihnen, den Afrikanern, Chinesen, Eskimos etc. (also Menschen aus anderen Kulturen und mit anderen Religionen), sie sollen, weil sie es ja nicht sind, gleich gemacht werden. Ein einheitlich gemischtes (uneinheitliches) Volk ist das Ziel. Hier hilft der Staat (bzw. die Regierung) nach, was auch in diesem Falle nicht positiv zu deuten ist.
          Dabei geht das aber praktisch nicht mit der Gleichmacherei, wenn die Ausländer alle im Ausland wohnen. Deshalb öffnet man die Schleusen des Staates und läßt millionenfach Ausländer ins Land kommen. Von den Ideologen beklatscht, aber von den Nichtideologen verängstigt wahrgenommen und innerlich abgelehnt. Denn aus einem Deutschen läßt sich kein Afrikaner machen, ebensowenig ein Chinese oder Eskimo, er bleibt deutsch.
          Im übrigen ist die Schleusenöffnung von mehreren hohen Staatsträgern im In- und Ausland seit über einem Jahrzehnt geplant (es gab hierzu auch schon vor Jahren TV-Sendungen zu diesem Thema) und die weltweite Flüchtlingswelle ist nur eine willkommene Gelegenheit, dies nun auch wirklich durchzuführen. Im Namen der "Humanität " natürlich, damit sich möglichst kein Widerstand regt, denn wer will schon inhuman sein? Humanität ist es, für die einen ja, aber die zu Inhumanität für andere führt.

          Die Gleichmacherei ist die größte und gefährlichste Ideologie unserer Zeit! Sie als humanitär auszugeben ist eine verlogene Phrase! Die Gleichmacherei bedeutet Verstaatlichung des Menschen. Die Menschen werden zur Verfügungsmasse des Staates. Dies ist ein Charakteristikum totalitärer Regimes.

          Wie zu DDR-Zeiten wird das deutsche Volk wieder überwacht (mehr noch als zu DDR-Zeiten, aber dank moderner IT-Technik viel diskreter) sowie auf einen von oben vorgegeben Weg eingeschworen, mit dem Satz von Kanzlerin A. Merkel: „Wir schaffen das! “ - nämlich Millionen Ausländer in der BRD zu integrieren - , weil Politiker ihre Ideologien durchsetzen wollen. Wer nicht für die Regierung ist, ist gegen sie. Wer Ausländer in Deutschland nun nicht willkommen heißt, ist rechts, gar ein Nazi, das heißt, ein schlimmer böser Mensch. Und diese Typen gehören ausgemerzt. Die Hatz auf sie hat begonnen und die Ideologen beteiligen sich fleißig daran. Es sind oft Ideologen, die zwar Deutsche sind, aber mit ihrem Deutschsein ein Problem haben, denn sie fühlen sich als Weltbürger, obwohl sie meist aus ihrer Region gar nicht weit hinauskommen. Weltbürger zu sein ist hier deshalb auch nur anarchistisch gemeint, nämlich den Staat ablehnend. Und welcher Staat wird zuerst abgelehnt? Jenen in welchem sie leben. Sich als Weltbürger zu fühlen ist also nichts weiter als Idealist einer Ideologie anzuhängen, die eine Welt ohne Grenzen erhofft. Ein fernes hehres Ziel.
          Oder aus einer anderen Sichtweise betrachtet: der Schlachtenruf der politisch Linken: „Refugees welcome! “, welcher die Flüchtlinge für ihre Dogmen instrumentalisiert, trifft bis ins Mark des Mittelstandes hinein und vereinnahmt diese zum mitmachen, weil jedweder der sich dagegen stellt, unter Generalverdacht des Rassismusses steht, was ein Denk- und Handlungsverbot für gegenstrebende Kräfte bewirken soll und die eigenen Linken Kräfte zu beflügeln vermag, sich hier gegen Andersdenkende zu radikalisieren, bis hin zur Gewaltanwendung gegen sie. Die Ideologie hinter „Refugees welcome! “ ist die, durch Entfremdung, mit Hilfe von Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen, den Staat sukzessive aufzulösen.
          Auch das bisher geeinte Europa basiert auf so einer Ideologie, welche auf Auflösung von Staaten und Völkern drängt, auf Niederreißung der Grenzen und Vernichtung der nationalen Identität, statt auf ein "Europa der Vaterländer" aufbauen zu wollen, deren Völker nun mal nicht gleich sind und ihre (meist liebenswerten) besonderen Eigenheiten haben. Heutige Politiker wollen dies nicht akzeptieren, sondern diese Eigenheiten ausmerzen, ja selbst die Völker auslöschen mit Vermischung durch andere. Dies wird aber nicht zu mehr Frieden in der Welt führen (wie sie engstirnig behaupten), sondern gegenteilig zu einem Strudel der Gewalt führen, wo am Ende Bürgerkriege und nationale Kriege stehen werden. Die Strategen der "neuen Weltordnung" sind sich dessen bewußt, leugnen dies aber.
          Die EU ist überhaupt zu einem Ballon geworden, der sich immer weiter aufbläht, indem immer mehr Staaten hinzugefügt werden (die zu einem EU-Einheitsstaat sich verschmelzen sollen), bis er platzt. Der Tag wird kommen, wo dies geschieht. Und dies ist so sicher, wie es das Ende der DDR und des gesamten Ostblocks war. Ein Ende, welches man sich nach derzeitiger Lage nur herbeisehnen kann. Denn kommt es so nicht, wird am Ende nicht nur Deutschland ein vollkommener Unrechtsstaat à la DDR sein, sondern ganz Europa. Zumal die EU, deren Abgeordneten nicht direkt vom Volk gewählt werden, sowieso eher wie eine Diktatur daherkommt, als wie eine Demokratie.

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          Inzwischen, kurz nachdem der vorherige Textteil geschrieben wurde, hat das Volk Großbritanniens sich in einem Referendum gegen die EU entschieden und ist nun dabei ihre Souveränität zurückzuholen. Der Ballon ist also schon geplatzt oder hat zumindest ernsthafte Risse bekommen. Wer dem Projekt Europa noch eine Chance geben will, der muß eine andere EU zulassen. Eine EU, welche nationale Identitäten nicht leugnet, sondern diese schützt und fördert. Das heißt auch, ein Ende der Gleichmacherei. Europa muß also neu gedacht und gelebt werden. Und da muß man in jedem einzelnen europäischen Staat mit anfangen, also auch in Deutschland. Dazu zählt vor allem der schleichenden Auflösung der Nation und des Staates entgegenzuwirken und beginnen die nationale Identität zu bewahren und zu schützen.

Pierre Sens, 2016


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