Messestände von der Flächenplanung bis zum Aufbau 

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Ein Messestand ist für wenige Tage Arbeitsplatz, Präsentationsfläche und Besprechungsort zugleich. Für die Planung müssen die gebuchte Standfläche, vorgesehene Exponate, Arbeitsbereiche und technischen Anschlüsse gemeinsam betrachtet werden. Standfläche, Zugänge, Exponate, Beleuchtung, Stromversorgung und Gesprächszonen müssen auf begrenztem Raum miteinander vereinbar sein. Hinzu kommen Vorgaben des Veranstalters sowie feste Zeitfenster für Anlieferung, Montage und Abbau. Je nach Messe, Standgröße und Ausstellungsobjekt unterscheiden sich die Anforderungen erheblich.

Kurzfassung

  • Die verfügbare Fläche bestimmt, wie Präsentationsbereiche, Gesprächszonen und Nebenräume angeordnet werden können.
  • Stromanschlüsse, Beleuchtung, Medientechnik und Versorgungsleitungen müssen vor Beginn der Montage festgelegt sein.
  • Die Position von Zugängen, Theken und Tischen bestimmt, welche Wege innerhalb der Standfläche frei bleiben. 
  • Maschinen, Bildschirme und Demonstrationsflächen stellen jeweils eigene Anforderungen an Platz, Anschlüsse und Befestigung.
  • Bauhöhen, Brandschutzvorgaben, Statik und Anlieferung richten sich nach den Bedingungen der jeweiligen Messe.

Standfläche nach Nutzung gliedern

Am Anfang stehen die Abmessungen und die Lage der gebuchten Fläche. Ein Reihenstand besitzt nur eine offene Seite. Eck-, Kopf- oder Inselstände sind dagegen von mehreren Seiten zugänglich. Diese Unterschiede bestimmen, wo Wände, Empfangsbereiche, Exponate und Sitzplätze angeordnet werden sollten.

Vor dem Entwurf sollte feststehen, welche Tätigkeiten während der Veranstaltung vorgesehen sind. Eine größere Maschine beansprucht beispielsweise mehr Raum als kleinere Produktmuster. Für Vorführungen muss zusätzlich Platz für Personen eingeplant werden, die eine Demonstration verfolgen. Längere Fachgespräche benötigen wiederum Sitzbereiche oder Rückzugsmöglichkeiten außerhalb stark genutzter Standbereiche..

Auch Lagerflächen dürfen nicht fehlen. Verpackungsmaterial, Prospekte, persönliche Gegenstände oder Getränkevorräte gehören nicht zwischen ausgestellte Produkte. Eine Messekabine hält diese Gegenstände aus den Präsentations- und Gesprächszonen heraus und erleichtert den Arbeitsablauf während der Messelaufzeit. 

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Besucherwege durch Zugänge und Möblierung bestimmen

Theken, Tische und Exponate verändern die Wege, die Menschen innerhalb eines Standes nehmen. Ein einladender Empfangsbereich direkt an der offenen Standkante erleichtert den Eintritt und das Ins-Gespräch-kommen. Am Rand oder weiter hinten im Stand platzierte Möbel lassen mehr Raum für den Zugang und verhindern, dass sich Personen unmittelbar am Eingang stauen.

Beim Messebau beginnt die Planung der Wegeführung mit der Standplatzierung in der Messehalle und der verfügbaren Standfläche. Offene Standseiten, die Position der Exponate sowie Flächen für Gespräche werden anschließend bei der Konzeption berücksichtigt.

Auf größeren Flächen können Empfang, Produktpräsentation und Besprechungsplätze räumlich voneinander getrennt werden. Kurze Auskünfte können nahe am Eingang stattfinden, während Besprechungstische weiter innen stehen. 

Exponate in die Standplanung einbeziehen

Nicht jedes Ausstellungsstück lässt sich auf einem Regal oder Podest platzieren. Maschinen und größere technische Anlagen können bestimmte Bodenbelastungen, Stromanschlüsse, Befestigungspunkte oder Sicherheitsabstände erfordern. Gewicht und Abmessungen müssen daher zum Start der Projektplanung bekannt sein.

Monitore oder LED-Wände brauchen geeignete Halterungen und eine Stromversorgung. Ihre Position richtet sich nach Betrachtungsabstand und Blickrichtung. 

Produktdemonstrationen können auch mit Einbauten verbunden werden. Technische Vorgänge lassen sich beispielsweise an Modellen oder realen Versuchsaufbauten zeigen. Bei technischen Produkten können Modelle, Schnittdarstellungen oder betriebsfähige Demonstrationsobjekte eingesetzt werden. Ihre Abmessungen, Stromversorgung und weitere erforderliche Informationen sollten bereits bei der Konzeption berücksichtigt werden.

Beleuchtung für unterschiedliche Standbereiche planen

Die Hallenbeleuchtung verteilt Licht großflächig und ist nicht auf einzelne Exponate, Grafiken oder Besprechungstische ausgerichtet. Exponate, Grafiken, Arbeitsplätze und Besprechungstische verlangen unterschiedliche Lichtverhältnisse. Punktuelle Strahler eignen sich zur Ausleuchtung einzelner Objekte, während bei größeren Flächen eine gleichmäßigere Lichtverteilung sinnvoll sein kann.

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Position und Leistungsaufnahme der Leuchten gehören bereits in die Konzeption.  Das betrifft vor allem abgehängte Elemente, beleuchtete Grafiken oder ein generelles Beleuchtungskonzept Bodenaufbau, Wandpositionen und Stromanschlüsse müssen deshalb frühzeitig aufeinander abgestimmt sein.

Materialien passend zur Beanspruchung auswählen

Boden, Wände, Möbel und Sonderbauteile werden während einer Messe unterschiedlich beansprucht. Bodenbeläge müssen den täglichen Personenverkehr verkraften. Sichtflächen können für Beschriftungen, bedruckte Grafiken oder montierte Displays vorgesehen sein. Tragende Bauteile unterliegen dagegen konstruktiven Anforderungen.

Systemelemente lassen sich mit Sonderbauteilen kombinieren, wenn besondere Formen, Abmessungen oder Einbauten vorgesehen sind. Vor ihrer Herstellung müssen Maße und Anschlusspunkte festgelegt werden. Für bestimmte Konstruktionen sind darüber hinaus statische Nachweise zu erbringen oder Genehmigungen von der Messegesellschaft einzuholen.

Technische Vorgaben vor dem Aufbau berücksichtigen

Messestände werden innerhalb einer bestehenden Halle errichtet und unterliegen deren technischen Bedingungen. Vorgaben können beispielsweise Bauhöhen, Brandschutz, Bodenbelastung, Abhängungen oder Stromanschlüsse betreffen. Welche Regeln anzuwenden sind, hängt vom Veranstalter, der Halle und der geplanten Konstruktion sowie den verwendeten Materialien ab.

Auch die Anlieferung gehört zur Vorbereitung. Alle benötigten Materialien müssen innerhalb festgelegter Zeitfenster zur Standfläche gelangen. Lange vor dem ersten Montageschritt müssen deshalb Anlieferungszeit, Transportweg innerhalb des Geländes, Reihenfolge der Bauteile und verfügbare Anschlüsse feststehen. Werden Sonderbauteile, Systemelemente und technische Ausstattung in einer festgelegten Reihenfolge montiert, lassen sich gegenseitige Behinderungen während der Arbeiten vermeiden.

Fazit

Ein Messestand verbindet detaillierte Planung, und räumliche Nutzung mit baulichen und technischen Anforderungen. In der Konzeptionsphase werden Standtyp, Visualisierung, Präsentationsflächen, Gesprächszonen, Exponate, Beleuchtung und Materialien festgelegt. In der Planungsphase folgen Anschlüsse, Sonderbauten, Genehmigungen sowie die Organisation von Beschaffung, Transport und Montage.

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Eine sorgfältige Abstimmung dieser Punkte schafft definierte Arbeits-, Präsentations- und Gesprächsbereiche bereits vor dem Aufbau. Vor Ort sind daher meist nur kleinere Anpassungen nötig, etwa wenn Materialien fehlen oder kurzfristig ersetzt werden müssen.

 

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Mariana Schwedt
Mariana Schwedt
Auf „Aktuelles Wissen“ hat Mariana Schwedt ein Zuhause gefunden, das ihren Werten und ihrer Leidenschaft für das Teilen von Wissen entspricht. Hier erforscht sie eine breite Palette von Themen, von den neuesten wissenschaftlichen Durchbrüchen bis hin zu gesellschaftlichen Entwicklungen und kulturellen Phänomenen. Dabei zeichnet sich ihre Arbeit durch eine klare, journalistische Handschrift aus, die auf Fakten und Recherche basiert.